Herren 2.Liga

Herren 2.Liga (23)

Liestal holt sich in der 2.Liga zwei weitere Tabellen-Punkte und bezwingt den BC Arlesheim 2 zuhause mit 71:57 (33:21). Defensiv zeigte Liestal in der ersten Hälfte eine deutliche Leistungssteigerung gegenüber den letzten beiden Meisterschaftsspielen. 

"Es gibt Spiele, da ist man am Ende einfach froh, dass man gewonnen hat, egal wie das Resultat auch zu Stande kam.", resümierte Liestals Headcoach Marko Simic das Rencontre mit dem BC Arlesheim 2 treffend. In der Tat war das Spiel vom Resultatverlauf her eine Achterbahnfahrt. Liestal schaffte es dennoch über die ganzen 40 Minuten mit einem sicheren Polster in Führung zu bleiben. Vor Allem der Start ins Spiel war sehr erfreulich für Liestal. Die Oberbaselbieter kämpften um jeden Ball und verteidigten mit der erhofften Intensität.
Arlesheim bekundete Mühe mit dem Full Court Pressing der Liestaler. Einige Male verloren die Unterbaselbieter den Ball in der eigenen Hälfte und Liestal kam zu einfachen Abschlüssen. Arlesheim fand über die ganze Partie selten ins Spiel und setzte oft auf Einzelaktionen.
Die Arlesheimer Ruff, Thalmann und Winter versuchten Gegenwehr zu leisten, sahen sich aber oft mit aufsässigen Verteidigern konfrontiert. Headcoach Simic wirbelte intensiv an der Seitenlinie und leitete seine Mannen wie ein Dirigent sein Orchester. Endlich war sie da - die Intensität!
In den oberen Verteidigungspositionen erzeugten Kumbert Jöhl und Jonas Preisig immer wieder Druck. Castella punktete wie gewohnt von aussen. Es lief zeitweise wie am Schnürchen und dem BCA drohte eine Kanterniederlage. Zur Halbzeit führte Liestal mit 33:21, wobei Simic bis zu diesem Zeitpunkt vermehrt auf Stammkräfte zurückgriff. Arlesheim war im Vergleich zu Liestal mit 7 Spielern deutlich unterbesetzt. Chris Aline, Ex-Nationalliga-A Center figurierte ausserdem nicht im Kader der Arlesheimer, was sicherlich ein zusätzlicher Vorteil für Liestal unter dem Korb war. Liestal gelang es dennoch nicht die Bretter vollends zu dominieren. Das Transitionspiel war gut, warf wichtige Punkte ab, doch einige Male verstolperte Liestal überhastet Bälle. In der zweiten Hälfte hätte Liestal mit hoher Intensität weiterverteidigen und einen schnellen Close-Out bezwecken müssen. Dies hätte dem Liestaler Trainer gewiss mehr Luft gegeben seine lange Bank einzusetzen. Liestal spielte leider nicht mehr mit der letzten Konsequenz und liess Arlesheim mehr gewähren als noch zu Beginn des Spiels. Zwischendurch legte "LB44" aber wieder einige Mini-Runs hin um Arlesheim auf Distanz zu halten. Im letzten Viertel drohte zwischenzeitlich ein Comeback des BCA. Der Abstand schrumpfte plötzlich bis auf unter 10 Punkte.
Allen in allem war es eine gute Leistung der Liestaler. Sie zeigten eine deutliche Reaktion in der Defensive, doch auf den "Lorbeeren" einer ersten guten Hälfte auszuruhen, ist im Basketball selten ein guter Ratgeber. Es ist kein Geheimnis, und Headcoach Simic liess am E Ende durchblicken, dass er einen engagierten Auftritt bis zum Schlusspfiff erwartet. Die Mannschaft hat eindeutig bewiesen, dass dieses Potenzial vorhanden ist. Jetzt geht es nur noch um die Umsetzung. 

Liestal Basket 44 - BC Arlesheim 2  71:57 (33:21)  

 

Liestal zeigte zuhause gegen den BC Arlesheim eine gute Leistung und gewann die spannende Partie mit 73:70.
Gegen den amtierenden Regio-Meister konnte Liestal allerdings nicht den gewünschten Druck in der Defensive erzeugen.
Da muss das Team über die Bücher und eine Reaktion zeigen.

Liestal startete mit einem guten Spiel gegen den BC Bären Kleinbasel in die Saison. Doch schon im zweiten Saison-Spiel gastierte der unbequeme Gegner aus Moutier in der Sporthalle Frenkenbündten. Gegen Moutier fehlten die Emotionen und der letzte Biss in den entscheidenden Momenten. Moutier beanspruchte das "Momentum" für sich selbst. Die 52:57-Niederlage war nicht mehr abzuwenden, trotz einem Comeback in letzter Minute. An diesem Abend waren die Gäste aus Moutier einfach mit mehr Wille und dem nötigen Feuer angetreten

Im nächsten Spiel versuchten es die Liestaler um Headcoach Marko Simic aufs Neue. Der Start in die Partie gelang sehr gut. Vor allem Junior Kumbert Jöhl konnte sich mehrmals in Szene setzen und verteilte gute Pässe. Lionel Castella überzeugte als sicherer Distanzschütze. Offensiv entwickelte Liestal viel Druck durch ein schnelles Transitionsspiel und gute Rotationen im Front-Court. Johannes Kaltofen und Fabian Gentsch krallten sich die wichtigen Rebounds.

Liestal lag über weite Strecken immer wieder einige Punkte in Führung. Arlesheim gelangen jedoch zu viele einfach Postup-Plays unter dem Korb. Nach dem dritten Viertel konnte Liestal nicht wie erhofft davon zu ziehen, obwohl dies möglich gewesen wäre. Immer wieder haperte es in der Verteidigung. Arlesheim kam wiederholt von den Aussenpositionen völlig frei zu Würfen, die im Netz landeten. Dies passierte oft aus Nachlässigkeit, mangelndem Effort, manchmal sogar aufgrund kompletter Fehlorientierung auf dem Feld. 

Offensiv hat Liestal bewiesen, dass diese Saison in dieser Liga, wo jeder den anderen schlagen kann, alles möglich ist! Doch der Auftritt in der Defensive kam gegen Arlesheim viel zu schläfrig daher. Das Team muss in den nächsten Spielen agiler und härter verteidigen. Konditionell ist dies den Liestalern durchaus zuzumuten, doch dazu braucht es mehr Biss! Am Mittwoch findet zuhause das nächste Spiel gegen den BC Arlesheim statt. Zu Gast in der Sporthalle Frenkenbündten ist die zweite Mannschaft aus "Arlise".  

 

 

 

"Neue Saison, neues Glück", das sagten sich die Herren-Spieler von Liestal Basket 44 im Hinblick auf das erste Saisonspiel in der Herren 2.Liga.
Ein Sieg gegen die 2. Equipe des BC Bären Kleinbasel war Pflicht und die Spieler um Cheftrainer Marko Simic überzeugten.
Im ersten Viertel legten die Liestaler einen regelrechten Traumstart hin. Die Führung in Höhe von 4:20 hatte einen demoralisierenden
Effekt auf die Kleinbasler, die an diesem Abend nicht in Top-Besetzung antreten konnten. Ausschlaggebend für den guten Auftritt der Liestaler war ein gutes Teamplay, Einsatz in der Verteidigung
und einen schnelles Gegenstoss-Spiel. Die einstudierten Spielzüge boten Liestal immer wieder Räume unter dem Korb und auf den Aussenpositionen. Durch den engagierten Auftritt aller Beteiligten
konnte Simic seine Spieler frei rotieren. Diese Gelegenheit nutzen seine Schützlinge und die Punkteverteilung über die ganze Mannschaft gesehen, hätte kaum besser ausfallen können. Das Startspiel konnte Liestal Basket 44
souverän mit 48:72 für sich entscheiden. Liestal gehört diese Saison mit seinem breiten Kader zu den Titelaspiranten.  
Im ersten Heimspiel nächsten Mittwoch kommt es zum Kräftemessen mit dem BC Moutier - eine Partie die wegweisenden Charakter haben wird.
 
BC Bären Kleinbasel 2 - Liestal Basket 44 48:72 (25:36)
Herren 2.Liga. 15.10.18 Erlenmatt.
Liestal: Gentsch (13), Kaltofen (9), Preisig (9), Thatparananthan (9), Castella (8), Tschopp (7), Jöhl (6), Maggi (5), Halili (4), Hirt (2), Cadosch (0)


Es war eine strenge Woche für das Herren 1 von Liestal Basket 44. Am Mittwoch bezwangen die Herren zuhause den BC Arlesheim 2 mit 69:53. 

Am Freitag-Abend kam es auswärts beim Leader BC Arlesheim 1 zum 2.Liga-Spitzenkampf. In einem hartumkämpften Spiel behielt Liestal bis zuletzt die Nerven und
Routinier Dominik Tschopp verwertete in Einklang mit der Schlusssirene einen unglaublichen Buzzerbeater, der Liestal einen Sieg in Höhe von 45:47 bescherte.
Damit grüsst Liestal mit 6 Siegen aus 7 Spielen von der Tabellenspitze.

In der ersten Hälfte gelang es Liestal an Arlesheim dran zu bleiben. Auf beiden Seiten fielen wenig Punkte. Defensiv war es über die ganze Partei ein konditioneller Abnützungskampf. Liestal machte in der Verteidigung enormen Druck. In der ersten Hälfte stimmte bei Liestal die Mischung in der Offensive überhaupt nicht. Es wurde zu viel das 1-gegen-1-Spiel gesucht und die Wurfauswahl war dürftig. Der Ball wurde zu wenig durch die eigenen Reihen rotiert und es harzte. Die Arlesheimer hatten zwar mit der Defense der Liestaler zu kämpfen, mussten aber defensiv keine anstrengenden Laufwege auf sich nehmen. Offensiv musste bei Liestal einiges umgestellt werden. Die Mannschaft, die an diesem Abend ausnahmsweise von Sportchef Daniel Müri gecoacht wurde (Headcoach Simic war verhindert), zeigte nach der Hälfte ein sensationelles drittes Viertel. Alles was in den ersten beiden Vierteln schief gegangen ist, klappte plötzlich und bei Arlesheim war nun der Wurm drin. Die Equipen präsentierten sich beide wie verwandelt. Liestal konnte endlich befreit aufspielen und in Führung gehen. Dreipunktewürfe landeten im Netz, Fastbreaks konnten souverän abgeschlossen werden und auch die Würfe aus der Mitteldistanz wurden versenkt. Im letzten Viertel agierte Liestal wieder passiver und die Nervosität war spürbar. Arlesheim konnte wieder aufschliessen. Die Gastgeber hätten es bei 45:45 selbst in den Händen gehabt, wurden aber von Liestal gestoppt. 2x wurde Mangold gefoult, der gut abgedeckt wurde. Wie im Timeout besprochen konnte dann beim dritten Einwurf, notabene nur mit 2 Sekunden auf der Spieluhr, der einstudierte Play durchgezogen werden. Jan Dietrich spielte den Ball auf Dominik Tschopp, der einen Screen von Garratt nutzen konnte. Im seitlichen Fallen verwertete Tschopp per Brett den Buzzerbeater. Auf Seiten der Liestaler brachen alle Dämme und die Spieler brachen in grossem Jubel aus (siehe Video). Liestal tritt am nächsten Mittwoch (24.01, ab 20 Uhr) in der Sporthalle Frenkenbündten gegen den BC Pratteln an.

BC Arlesheim 1 - Liestal Basket 44 45:47 (24:19)
(15:12, 9:7, 7:18, 14:10)
19.01.18, Hagenbuchen, Arlesheim
SR: Novakovic, Nzeyimana
Liestal: Mangold (15), Garratt (7), Kaltofen (7), Tschopp (7), Wolf (7), Hirt (4), Cadosch, J.Dietrich, Halili, Weibel, Coach: D.Müri
M.Simic (Weihnachtsessen)
Schlüsselszene: www.lb44.ch/arlesheim_buzzer_tschopp.mov

 

 

 

Mit dem CVJM Riehen gastierte ein unangenehmer Gegner in der heimischen Sporthalle Frenkenbündten. Die Duelle der Vergangenheit waren meist knapp und bis zur Schlusssirene hartumkämpft.
Riehen wollte dieses Spiel unbedingt gewinnen, weil den Basel-Städtern der Saisonauftautakt bisher nicht nach Wunsch gelungen ist. Liestal stellte den Siegeswille ebenfalls in den Vordergrund und die die Truppe um Headcoach Marko Simic wollte den fünften Sieg in Folge feiern.
Aufgrund einer soliden Leistung von Riehen wurde Liestal der angestrebte Erfolg verwehrt. Die Gäste gewannen mit 53:67, mussten im letzten Viertel aber aufgrund eines grandiosen Comebacks der Liestaler nochmals zittern.

Liestal wusste, dass es gegen den CVJM Riehen die Aussenpositionen abdecken musste. Trotz aller Vorwarnungen wurde dies über weite Strecken des Spiels nicht gemacht. Bereits im ersten Viertel konnten die Riehen-Spieler Saif Al-Rubai und Phil von Rohr ihre ersten Duftmarken setzen. Liestal wusste ebenfalls, dass es unter dem Korb etwas physischer als sonst zu- und hergehen würde. Dies war auch zu spüren. Trotzdem gelang es Liestal die wichtigen Rebounds zu sichern. Riehen zog dennoch schleichend davon und konnte immer wieder mit Setplay-Varianten auftrumpfen. Die Liestaler mussten umso wacher verteidigen, weil sie mit sogenannten Backscreens (nicht im Sichtfeld)konfrontiert wurden. Das erste Viertel verlor Liestal mit 14:25, was man mit allen Mitteln hätte verhindern müssen.  Diese Punkte fehlten während der Aufholjagd, die viel später in der Partie erfolgte. Die Punkte, die Riehen in der ersten Hälfte meist noch in extremis (nach Ablauf der Shotclock oder zu Viertelsende) erzielte, taten besonders weh und waren ärgerlich fürs Gemüt. Im zweiten Viertel agierte Liestal mit mehr Selbstvertrauen. Schwung ins Spiel brachte die Einwechslung der beiden Dietrich-Brüder, die mehr Druck in der Defense entwickeln konnten. Riehen musste mehr um ihre Punkte kämpfen und die Liestaler gewannen das Viertel mit 13:12. Marko Simic sprach seinen Mannen in der Hälfte Mut zu und zeigte Wege auf, wie der 10-Punkte-Rückstand wettgemacht werden könnte. Liestal startete motiviert und die ersten zwei Minuten zwangen die Gäste zu einem Timeout. Liestal hätte den Anschluss in dieser Phase realisieren müssen, scheiterte aber sage und schreibe 3x nacheinander an einem einfachen Korbleger. 
Bis zu diesem Zeitpunkt war es allen voran Marco Mangold der als Distanzschütze Liestal im Spiel hielt. Hinzu kamen aber auch gute Auftritte von Nick Hirt und Gavin Garrett, die beide gute Wurfquoten vorweisen konnten. Was im Spiel von Liestal fehlte war aber die letzte Konsequenz unter dem Korb. Kaltofen reboundete hervorragend, was gegen Riehen das A und O ist, aber bei den Abschlüssen haperte es dieses Mal. Kaltofen war trotzdem ein enorm wichtiger Wert im Spiel, das illustriert auch die Statistik.  Aber zurück zum dritten Viertel: Riehen gelang es nach dem Timeout die Partie dank den Punkten von Phil von Rohr wieder zu stabilisieren. Bei 54:37 nach drei gespielten Abschnitten hatte Liestal nichts mehr zu verlieren. Dies unterstrich auch nochmals Cheftrainer Marko Simic. Er forderte noch mehr Aggressivität in der Defense und verlangte mehr Mut im Spiel. Liestal spielte plötzlich wie verwandelt, während Riehen beinahe noch das Heft aus den Händen gab. Der Liestaler Druck führte dazu, dass man ein ums andere Mal auf den Korb stürmen konnte. Der Mix stimmte. Mit schnellen Gegenstössen, aber auch Aktionen aus der Distanz kam man bis auf 4 Punkte wieder ran. Gästetrainer Jonathan Lee musste reagieren und war nicht einverstanden, wie sich seine Mannschaft präsentierte. "Sie pressen seit 20 Minuten!!!", mahnte er seine Spieler. Riehen gelangen im letzten Viertel kaum Punkte, doch es war zu erwarten, dass einer der Routiniers, entweder Saif Al-Rubai oder Phil von Rohr nochmals in Erscheinung treten würden. Im letzten Spiel war es Al-Rubai, in diesem von Rohr der mit zwei Dreiern und 2 Freiwürfen die Partie entschied. Warum der Point-Guard so frei offen gelassen wurde und dies nicht nur in der Schlussphase der Fall war, ist ein Rätsel. Liestal hat für die Aufholjagd viel Lob und Anerkennung verdient, doch die Aussenpositionen wurden über das ganze Spiel hinweg schwach verteidigt. In der Schlussphase hätte man es Riehen defensiv schwieriger machen müssen. Marko Simic forderte dies explizit im Tiemout. Liestal muss künftig auch unter den Brettern offensiv zu alter Stärke zurückfinden. Gäste-Center Michael Frei hatte einen eher ruhigen Abend verbracht und sagte nach dem Spiel "Es war heute unter dem Korb gar nicht so viel los." Die Niederlage bietet allerdings auch Gelegenheit Dinge zu verbessern.
Es ist damit zu rechnen, dass im nächsten Spiel eine klare Reaktion der Liestaler erfolgen wird.      

Liestal Basket 44 - CVJM Riehen Basket 53:67 (37:27)
(14:25, 13:12,10:17, 16:13)
10.01.18. Liestal, Frenkenbündten
Liestal: Mangold (14), Kaltofen (9), Garrett (8), Hirt (7), Wolf (4), Tschopp (4), J.Dietrich (2), Halili (2), Maggi (2), M.Dietrich (1) , Cadosch, Ponxha. 

Die Herren von Liestal Basket 44 dürfen in der 2.Liga ungeschlagen überwintern. Den Liestalern gelangen 4 Siege in 4 Spielen. Gegen den BC Bären Kleinbasel zeigte das Team von Coach Marko Simic in der ersten Hälfte keine gute Leistung. 
Dank einem Steigerungslauf in der zweiten Hälfte gewannen die Oberbaselbieter doch noch mit 77:65 (30:41).

Der Start ins Spiel war verflixt und zwar für beide Equipen. Liestal war bemüht das Tempo von Beginn an zu bestimmen. Es haperte aber mächtig im Abschluss. Mangold scorte mit Drives zum Korb und sorgte für die ersten Liestaler Punkte. Johannes Kaltofen konnte seine Grösse noch nicht ausspielen. Der grossgewachsene, aber dennoch wendige Power-Forward musste heute nicht nur seine eigene, sondern auch die Rolle von Ilir Halili übernehmen, der aus gesundheitlichen Gründen fehlte. Derweil mussten sich die Bären ihre Punkte gleichermassen erzwingen. Mit 14:14 war das Score äusserst nach den ersten 10 Minuten äusserst tief, aber stand sinnbildlich für die beidseits verhaltene Leistung. Im zweiten Viertel agierte Liestal energischer in der Defense. Anfänglich war es noch ausgeglichen, doch nach 3 Minuten erlitten die Liestaler einen Einbruch, der Coach Simic zum Timeout zwang (19:24). Zu viele Unaufmerksamkeiten resultierten in Turnovers. Ein Lichtblick war ein schöner Pick-and-Roll-Play von Hirt auf Dominik Tschopp. Danach lief es bei Liestal plötzlich wieder besser und die Oberbaselbieter kamen bis auf drei Punkte ran. Danach häuften sich wieder die Turnovers und Kantar brachte Kleinbasel wieder mit 6 Punkten in Front. Liestal musste ein nächstes Timeout nehmen (25:31). Bei Liestal fehlte es zu diesem Zeitpunkt an Körpergrösse im Spiel zumal Kaltofen mit drei Fouls früh im zweiten Viertel auf der Bank Platz nehmen musste. Die Bären konnten mit 10 Punkten wegziehen. Ein Dreier von Wolf mit Brett brachte vorübergehend etwas Luft und gute Stimmung. Im letzten Set-Play vor Sirenen-Ertönen verlor Liestal nochmals unnötig einen Ball und Kleinbasel konnte auf den freien Korb stürmen. Die erste Hälfte war schlecht und die letzte Szene sinnbildlich für die gezeigte Leistung. Liestal musste aufwachen und eine Reaktion zeigen. Bereits gegen Arlesheim gelang das Comeback. Es war also noch alles möglich. Und Liestal begann die zweite Hälfte stark . Die Fouls wurden massiv reduziert und Liestal hatte das Momentum auf seiner Seite. Kaltofen konnte eins ums andere mal unter dem Korb abstauben. Maggi gab gute Assists und holte einige Rebounds. Liestal zog ausserdem ein schnelles Transition-Play auf und Marco Mangold kam nun auch zu seinen Punkten.Liestal hätte bis Ende drittes Viertel davonziehen müssen. Doch Muzaffer Kantar heizte seine berühmt-berüchtigten Dreier für die Kleinbasler. So stand es nach dem dritten Viertel 55:56 für die Bären.
Das letzte Viertel entwickelte sich zuerst ausgeglichen. Kantar konnte isoliert werden und Liestal spielte abgeklärter. Bei 5 verbleibenden Minuten stealte Kaltofen den Ball und stopfte das Leader zur 67:62 Führung. Damit wurde ein starkes Zeichen gesetzt und die Bären stoppten das Spiel mit einem Timeout. Liestal spielte munter weiter und konnte einige schöne Fastbreaks zeigen. Mangold und Wolf konnten einige Layups souverän verwerten, während Kaltofen die Bretter kontrollierte. Die Bären versuchten ihre Plays unter dem Korb zu erzwingen, was Liestal nach Rebounds die Optionen auf Gegenstösse ermöglichte. Liestal konnte zusätzlich den konditionellen Vorteil ausspielen und hatte in der zweiten Hälfte dank der hervorragenden Leistung von Kaltofen mehr Variabilität im Spiel. Auch Dominik Tschopp brachte mit seinem souveränen Auftritt Stabilität ins Spiel. Der Sieg in Höhe von 77:65 musste hart erkämpft werden, doch Liestal hatte sich diesen Triumph mit Knochenarbeit abverdient. Liestal darf nun ungeschlagen in die Winterpause. Wir gratulieren den Jungs von Marko Simic zu diesem Erfolg!

Liestal Basket 44 - BC Bären Kleinbasel 77:65 (30:41)
(14:14, 16:27, 25:15, 22:9)
BVN - Herren 2.Liga
20.12.17. - Sporthalle Frenkenbündten, Liestal
SR: Knüsli, Annichiariccho

Liestal: Mangold (16), Kaltofen (15), Tschopp (15), S.Wolf (13), Garratt (10), Hirt (4), Maggi (4), Cadosch, Jöhl, Lt.Ponxha, Weibel, Coach: M.Simic
 

 

Das Fanionteam von Liestal Basket 44 konnte auswärts ein weiteres Ausrufezeichen setzen und gewann mit dezimiertem Kader mit 66:79 (36:26) gegen den BC Arlesheim.
In der emotionalen Schlussphase war viel Zündstoff drin.

Bei Liestal war in der ersten Hälfte der Wurm drin. Es gelang Liestal dieses mal nicht die Setplays souverän runterzuspielen und zu guten Würfen zu kommen. Den Weg unter den Korb fand man dennoch, aber die einfachsten Würfe landeten neben dem Ring. "Wir waren nicht bereit, spielten zu wenig gute Pässe, generierten Turnovers und auch unsere Defense war zu wenig aggressiv", sagte Sven Wolf zur ersten Halbzeit. Coach Simic war nur mit der Geschwindigkeit im Spiel zufrieden. Der Ball wurde permanent vorwärts gepusht. Der konditionelle Faktor spielte mit zunehmender Spieldauer immer wie mehr eine Rolle. Zur Hälfte führte Arlesheim mit 10 Punkten. Liestal konnte in den ersten 20 Minuten die Arbeit nicht dort fortführen, wo man sie in den letzten zwei siegreichen Spielen beendet hatte. Mangold spielte bis zu diesem Zeitpunkt aber ein gutes Match, doch vom ganzen Team musste mehr kommen.  Das dritte Viertel war aus Sicht der Liestaler absolut entscheidend. Man fand zu alter Stärke zurück. Kaltofen, Maggi und Wolf zeigten gute Leistungen
und Liestal kam endlich wieder zu Punkten. 16 Zähler konnten aufgeholt werden, was einiges für den letzten Abschnitt versprach. Mit der Führung im Rücken konnte Mangold seine Mitspieler eins ums andere Mal mit guten Pässen versorgen. In der Schlussphase war es bei Arlesheim Rietmann der die Partie noch nicht aufgeben wollte. Er brachte sein Team immer wieder heran. Nach einem unsportlichen Foul auf Seiten von Arlesheim mussten gleich zwei gegnerische Spieler vom Feld. Die Arlesheimer haderten in der Schlussphase mit dem Schiedsrichter und als das Spiel gelaufen war, kam noch eine Disqualifikation dazu. Liestal hat nach einem Fehlstart einen ruhigen Kopf bewahrt und agierte in den letzten 5 Minuten souverän. Praktisch alle Freiwürfe konnten in der heiklen Phase verwertet werden, wodurch Arlesheim ein Comeback verwehrt wurde.  "Wir sind auf dem richtigen Weg und die Entwicklung ist positiv", sagte Simic nach dem Spiel und ergänzte "Selbst mit kleinerem Kader gelang uns auswärts ein wichtiger, hart umkämpfter Sieg". Vor den Festtagen spielt Liestal am Mittwoch, 20.Dezember (20:00 Uhr, Frenke) zuhause gegen den BC Bären Kleinbasel.
Wer sich im 2017 noch eine Partie ansehen möchte, dem sei auch dieses Spiel wärmstens empfohlen!  

BC Arlesheim - Liestal Basket 44. 66:79 (36:26)
(16:12, 20:14, 9:25, 11:28)
BVN - Herren 2.Liga
13.12.17.Hagenbuchen, Arlesheim, SR: Trümpy, M.Donati
Liestal: Kaltofen (21), Mangold (19), S.Wolf (15), Hirt (10), Garratt (4), Halili (4), Maggi (4), Jöhl (2), Cadosch. Coach: Marko Simic
Bemerkungen: Liestal ohne M.Dietrich, J.Dietrich und Tschopp. Arlesheim mit 2 unsportlichen Fouls, 3 technischen Fouls sowie einer Disqualifikation.

Der amtierende Regionmeister BC Allschwil erlitt gegen Liestal Basket 44 wortwörtlich Schiffbruch und haderte über weite Strecken mit dem Schicksal.
Liestal Basket 44 gewinnt dank Teamgeist, Variabilität, und jugendlicher Frische mit 93:70.

Das erste Saisonspiel gewann Liestal zuhause gegen Jura Basket, ein Team welches bereits einige Punkte in der Tabelle gesammelt hatte. In diese Kategorie fällt auch der BC Allschwil, umso fleissiger bereitete sich Headcoach Simic mit seinen Spielern auf diese Partie vor. Wie so oft im Leben kommt es dann irgendwie doch ganz anders, als man denkt. Einige Spieler mussten wegen der Entgleisung am Bahnhof SBB Umwege in Kauf nehmen, um rechtzeitig anreisen zu können. Trotz ÖV-Erschwernissen waren alle pünktlich in der Halle. Liestal erwischte den besseren Start als Allschwil. Johannes Kaltofen legte wie die Feuerwehr los und Sven Wolf sekundierte seine Leistung von aussen mit guten Distanzwürfen. Nur ein paar Turnovers trübten das Spiel in der Anfangsphase. Liestal spielte selbstsicher weiter und Allschwil haderte gegen Ende des ersten Viertels mit sich selbst. Die "Schwellheimer" waren gezwungen 40 Sekunden vor Viertelsende gar mit einem Timeout zu reagieren. Die 44er starteten auch gut ins zweite Viertel und der Vorsprung konnte auf 10 Punkte ausgebaut werden. Allschwil versuchte in dieser Phase etwas Ruhe ins Spiel zu bringen und konnte mit dem einen oder anderen Pivot unter dem Korb reüssieren. Auf Seiten der Liestaler brillierte Dominik Tschopp mit guter Defense und brachte den Ball eins ums andere mal umsichtig nach vorne. Auch Mangold wurde seinem Ruf gerecht und versenkte seinen zweiten Dreier. Der Nuglarer mit 1.Liga, NLB- und NLA-Erfahrung lief langsam aber sicher heiss. Derweil suchten die "alten Hasen" von Allschwil konsequent das Inside-Play - verlernt haben sie dieses Talent nicht. Zu viele Durchstecker, Spaziergänge und Abroller zum Korb musste Liestal den Allschwil-Expats zugestehen. Liestal versuchte sein Glück weiterhin von aussen, was nicht gelang und deswegen wurde taktisch fliessend umgestellt. Dea Cadosch mit einem Tipin und Garrett mit einem Segler durch die Zone erhöhten das Liestaler Score um weitere 4 Punkte. Allschwil musste erneut per Timeout reagieren und die Taktik anpassen. Liestal machte sich keinen Gefallen und schickte die Allschwiler wiederholt an die Linie wegen der Teamfoul-Limite. Kurz vor der Hälfte haderte Allschwil wieder mit dem Schiedsrichter und Liestal durfte wegen einem persönlichen Foul und einem "Technischen" gleich 4x an die Linie. Drei von vier Würfen landeten souverän im Korb. Danach kam es zu einer spannenden Schlusssequenz. Liestal durfte von der Seitenlinie einwerfen. Ein abgefälschter Pass landete mit Glück doch noch irgendwie auf Biegen und Brechen im Corner, und Sven Wolf liess sich nicht zwei mal bitten. Der Sissacher versenkte die Kugel per Swish im Netz. Die Folge davon: Viel Jubel und Geschrei auf der Liestaler Bank. Die erste Hälfte war für Liestal ein voller Erfolg, doch konnten die Oberbaselbieter dort anschliessen, wo sie aufgehört hatten? Ja, sie konnten und zeigten sich von aussen weiterhin stark. Simic forderte mehr Aggressivität im Spiel und auch diese Devise wurde umgesetzt. Dies äusserte sich allerdings auch in zu vielen Fouls am Anfang des dritten Viertels. Liestal gelang es die Allschwiler bei ca. 15 Punkten Vorsprung auf Distanz zu halten. Im Vergleich zum Vorjahr profitierte Liestal vor allem von der Grösse Halili's und Kaltofen's. Die beiden Big-Guys konnten wichtige Rebounds gegen die kräftigen Allschwiler sichern. 2 Minuten vor Schluss kam bei Liestal nochmals unnötige Hektik ins Spiel. Die Turnovers häuften sich und Simic mahnte seine Spieler einen kühlen Kopf zu bewahren. Übers ganze Spiel gesehen, war es die einzig schwache Phase der Liestaler. Der zwischenzeitliche Vorsprung von 18 Punkten schrumpf auf 12 Zähler. Marco Mangold erlöste die Liestaler mit einem And-1-Play im richtigen Moment.
Das mehr als deutliche Foul wurde wieder von den Allschwilern kommentiert, die auch in den Viertelspausen gezielt das Gespräch mit den Schiedsrichtern suchten.  An diesem Abend wollte der BC Allschwil aber noch nicht die weisse Flagge schwenken und sagte sich zweckoptimistisch "Let's have fun!". Liestal vermisste in dieser Phase die stoische Ruhe, die das Spiel der 44er über 3 Viertel hinweg auszeichnete. War dies ein Ausdruck von Lampenfieber? Das Inside-Play musste mehr Punkte abwerfen. Halili war sich seiner Rolle bewusst und scorte unter dem Korb, während Wolf von aussen draufpackte. Ein weiterer Fastbreak mit Abschluss durch Hirt liess das Score innert Kürze auf 20+ für Liestal hochschnellen. Die konsternierten Allschwiler wurden plötzlich ruhiger und lauschten Coach JP, der seine Jungs nochmals versuchte aufzurappeln. Das half nichts mehr, weil Point-Guard Sven Wolf (31 Punkte) völlig entfesselt aufspielte und mit seinen Dreiern das Schicksal der Schwellheimer besiegelte. Simic verzichtete im letzten Viertel komplett auf seinen Big-Guy Johannes Kaltofen, der eine sensationelle erste Hälfte spielte. Junior Kumbert Jöhl wärmte sich an der Seitenlinie ein und es war klar, dass auch er noch reinkommen würde. Weil es wieterhin am Schnürchen lief, kam neben Jöhl auch noch Junior Ponxha zum Einsatz. David Widmer lief sich auch schon mal ein. Die Rochaden im Spiel sorgten vorübergehend für ein paar Unsicherheiten in der Defense, was Allschwil dank Einzelaktionen nutzen konnte.  Eine tolle Ballstaffete der Liestaler war sinnbildlich für den Abend. David Widmer erhielt den Ball ungedeckt unter dem Korb und konnte das Leder nur noch reinlegen. Widmer scorte 6 Punkte in der Schlussphase und sorgte mit seiner schnörkellosen Effizienz für ausgelassene Stimmung. In der sogennanten "Garabage-Time" kassierte Allschwil noch das fünfte Technische Foul.  Allen in allem war es eine grandiose Teamleistung von Liestal Basket 44 mit tollen Einlagen auf den Innen- und Aussenpositionen. Sven Wolf's 6 Dreipunktewürfe seien auch nochmals erwähnt. Jugendliche Frische hat sich an diesem Abend gegen Jahre lange Erfahrung durchgesetzt. Die Liestaler waren agiler und fokussierter. Die Jungs von Marko Simic kommen immer wie mehr in Fahrt und gewinnen gegen Allschwil verdient mit 93:70.
 
Liestal Basket 44 - BC Allschwil 93:70 (41:29)
18:12, 23:17, 23:20, 29:21
BVN - Herren 2.Liga
29.11.17. Sporthalle Frenkenbündten, Liestal
25 Zuschauer. SR: Knüsli, Zeybek
Liestal: S.Wolf (31!), Kaltofen (14), Mangold (14), Garratt (7), Hirt (6), Widmer (6), Halili (4), Maggi (4), Tschopp (4), Cadosch (2), Lt.Ponxha (1), Jöhl. Abwesend: M.Dietrich, J.Dietrich.
Bemerkungen: Liestal mit 9 Dreiern, davon 6 Dreier von S.Wolf; Allschwil mit 5 technischen Fouls
 
Die Herren gewinnen das erste offizielle Meisterschaftsspiel. Nach einem sensationellen Start mussten sie zum Schluss nochmals unnötig zittern. Den Sieg liess sich Liestal Basket 44 aber nicht mehr nehmen und gewann gegen Jura Basket mit 73:62. 
 
Liestal startete im Vergleich zum Cup-Spiel gegen Moutier mit der richtigen Einstellung ins Spiel. Center Johannes Kaltofen verwertete eine Schwette an Korblegern und hatte die Bretter bestens im Griff. Es war auch mehr Variabilität im Spiel der Liestaler. Sven Wolf traf 2 Dreier von aussen und führte im Aufbau umsichtig Regie. Im letzten Spiel war ihm der Start misslungen und er konnte sich rehabilitieren. Wie auch Kaltofen hatte auch Halili unter dem Korb seine Momente und konnte punkten. Jura Basket hatte Mühe und wurde überrannt, konnte aber trotzdem an den Liestalern dranbleiben, weil sie  von aussen ihre Würfe versenkten. Liestal hätte aggressiver die Dreierlinie verteidigen müssen. Nach 10 Minuten stand es 25:19 für Liestal nur die beiden Fouls von Garratt bereiteten Headcoach Marko Simic Sorgen. Im zweiten Viertel konnte Liestal nahtlos an die Leistung anschliessen. Die Transition von der Defensive in die Offensive klappte hervorragend. Der Ball wurde schnell übers Feld nach vorne gebracht und vorne gut auf die Positionen verteilt. Dadurch kamen viele Spieler auf Seiten von Liestal zum Punkten, darunter waren auch gute Einlagen von Dario Maggi und Dea Cadosch. Auch der Grössenunterschied zu Gunsten der Liestaler kam zum Tragen und die Oberbaselbieter konnten sich bis zur Hälfte mit 18 Punkten absetzen. Doch die Jurassier waren noch nicht bereit die Partie aufzugeben. Sie versuchten es weiter von aussen und waren erfolgreich. Berret traf für Jura Basket seinen dritten, freien Dreipunktewurf. Unkonzentriertheiten mischten sich anfänglich der zweiten Hälfte ins Spiel der Liestaler und Garratt musste schon nach 2 Minuten mit 4 Fouls ausgewechselt werden. Liestal konnte sich allerdings fangen und liess den Ball rotieren. Die Mischung aus Aktionen aus der Distanz, gepaart mit Szenen unter dem Korb, konnten sich sehen lassen. Jura Basket kam zwischenzeitlich bis auf 12 Punkte ran, verlor aber die aufgeholten Punkte in der Folge wieder. Die Jurassier sammelten ihre Kräfte im Timeout, doch auch das nützte nichts. Die Verteidigung der Jurassier ermöglichte Liestal ein Schalten und Walten nach Belieben. Dies nutzte auch Dea Cadosch der im dritten Viertel eine hervorragende Leistung zeigte und seine Würfe mit hoher Quote verwertete.  Das gute Spiel der Liestaler sorgte auf der eigenen Bank für ausgefallene Stimmung und Coach Simic war dank dem einen oder anderen Spruch die Lacher sicher. Wegen dem schlechten Start war das dritte Viertel punktemässig etwa ausgeglichen, doch am Ende war das Momentum auf Seiten der Liestaler. Die nennenswerteste Szene auf Seiten der Jurassier kam ganz am Ende des dritten Viertels, als Grédy einen Buzzerbeater-Floater von weit hinter der Dreierlinie versenkte. War das Spiel bereits gelaufen, oder hatten die Jurassier noch was auf Lager? Im Schlussviertel litt die Konzentration der Liestaler erheblich und es häuften sich die Turnovers. Garratt agierte leider auch im zweiten Spiel etwas unglücklich und sucht noch immer seine Form. Nach einem Gegenstoss war Coach Simic zum Timeout gezwungen und die Freude war verflogen. Es galt die Partie über die Runden zu schaukeln. Der Jurassier Grédy übernahm Verantwortung und lief plötzlich zur Topform auf.  Fast eigenhändig brachte er Jura wieder bis auf 12 Punkte ran. Auf der Liestaler Bank war mittlerweile wieder Ruhe eingekehrt und die Spieler wurden nervös. Simic reagierte und brachte Point-Guard Sven Wolf ins Spiel, der bisher eine gute Partie ablieferte. Bei der Zwei-Minuten-Marke war Jura nur noch 9 Punkte weg. Und dann doch noch die Erlösung für Garratt, der versuchte Ruhe ins Spiel zu bringen und aus dem Nichts Inside punktete. Es war einer der wichtigsten Zähler für Liestal an diesem Abend. Ex-NLA-Boncourt Coach Petitjean liess bei Jura sein Talent nochmals aufblitzen und brachte seine Jungs mit einem Layup und Dreier auf 8 Punkte heran. Sven Wolf wurde das Treiben langsam genug und machte den Sack seinerseits mit einem Drieier (genannt Dagger, engl.Dolchstoss) zu. Liestal gewann verdient mit 73:62 gegen Jura Basket, hätte sich in der Schlussphase aber abgeklärter verhalten müssen. Der Sieg konnte über die Runden geschaukelt werden. In kritischen Momenten müssen mehr Spieler künftig Verantwortung übernehmen.
 
Liestal Basket 44 - Jura Basket 73:62 (46:28)
BVN Herren 2.Liga
22.11.17. Sporthalle Frenkenbündten, Liestal. SR: Knüsli, Annicchiarico
Liestal: Kaltofen (23), S.Wolf (14), Halili (8), J.Dietrich (7), Maggi (7), Garratt (6), Cadosch (6), Hirt (2), Widmer, Lt. Ponxha, Coach: Marko Simic. abwesend: M.Dietrich, Mangold, Tschopp
Viertelsresultate: 25:19, 21:9, 16:17, 11:17
Bemerkungen: Lt.Ponxha als U20-Spieler im Aufgebot

Das Herren 1 von Liestal Basket 44 rechnete sich diese Saison im BVN Cup Chancen aus, musste sich in der ersten Runde gegen den 2.Liga-Neuling BC Moutier aber bereits mit 60:81 geschlagen geben. Die Oberbaselbieter waren über weite Strecken bemüht Gegenwehr zu leisten, agierten aber in Anbetracht der Affiche viel zu lethargisch.  

Die Nervosität war den Liestalern bei der Premiere auf dem neuen Frenke-Court anzumerken. Moutier, das nur mit 7 Mann antrat, ging es nicht besser und die ersten Spielminuten verliefen auf beiden Seiten hektisch. Die Gastgeber hätten gleich mit mehreren Zählern in Führung gehen können, scheiterten aber an den vermeintlich einfachen «Dingern». In der Verteidigung war LB44 bemüht Druck zu machen, agierte aber oft unglücklich und erreichte bereits nach 2 Minuten die Teamfoul-Grenze. Erst die Einwechslung von Point-Guard Marco Mangold brachte eine gewisse Ruhe und Stabilität ins Spiel. Der Distanzschütze übernahm Verantwortung und versenkte gleich 2 Dreier im Netz. Liestal konnte punktemässig aufschliessen.

Auch das zweite Viertel verlief ausgeglichen, doch bei Moutier gab es eine Konstante im Spiel. Die Romands lauerten auf die Gegenstösse und konnten oft ohne grosse Gegenwehr bis zum Korb «durchspazieren». Dieses Bild veränderte sich über die ganzen 40 Minuten nicht wesentlich. Die Liestaler zirkulierten den Ball zwar gut in ihren Reihen, zeigten aber zu wenig Eigeninitiative. Mehrmals wurde aufgrund der ablaufenden 24-Sekunden-Uhr ein unkontrollierter Wurf in Richtung Korb abgefeuert. Routinier Dominik Tschopp erlöste die Liestaler schliesslich mit einem wichtigen Swish in extremis. Grund für die Isolation im zweiten Viertel war die fehlende Variabilität im Spiel. Das Inside-Play hätte mehr Entlastung bringen müssen.  Mit 30:35 führte Moutier zur Halbzeit.  Leider wurde auch der Start ins dritte Viertel verschlafen. Moutier konnte umgehend nach Anpfiff mit 10 Punkten in Front gehen. Center Johannes Kaltofen musste schon bald mit 4 Fouls vom Feld genommen werden, was die Optionen von Coach Marko Simic unter dem Korb limitierten. Die Vorzeichen standen schlecht und Moutier konnte ihre Einzelaktionen zum Korb ungehindert fortführen. Dank guten Einlagen von Dario Maggi und Marco Mangold konnte Liestal das Spiel nach dem Start-Schock wieder stabilisieren. Das Timeout beim Stand von 41:51 sollte die Wende bringen.   Die Frage, ob Moutier mit 7 Mann die Kräfte reichen würden, stand auch noch in Raum. Liestal zeigte nach dem Timeout mehr Einsatz in der Defense und machte die Räume enger. Die Emotionen waren wieder im Spiel und auch das Publikum liess sich erstmals hören. Doch die permanenten Spielunterbrüche schadeten dem Momentum. Wie einfach es eigentlich hätte gehen können, zeigte ein genialer Play zwischen Dominik Tschopp und Dea Cadosch. Ein Dribbling, ein Shot-Fake, ein eleganter Durchstecker und der souveräne Lay-in von Dea Cadosch - einfacher Basketball aus dem Lehrbuch.  Ein exzellentes letztes Viertel musste her, denn Moutier führte bereits mit 13 Punkten. Zwischendurch flammten die Emotionen auf Seiten der Oberbaselbieter nochmals auf, aber unter dem Strich blieb es leider nur bei einem dezenten Flämmchen. Es fehlte der Wille, der Biss, die letzte Konsequenz und oftmals auch der Mut. Diese Ingredienzen gehören bei einem richtigen Cup-Fight dazu. Von aussen betrachtet, glich die Partie aber eher einem Trainingsspiel als einem Ernstkampf. In der Schlussphase versuchte es Liestal vermehrt mit Einzelaktionen und siehe da, plözlich standen die Liestaler ganz alleine unter dem Korb, verlegten aber oft unglücklich. Die fehlende defensive Absicherung aufgrund von mehr Risiko im Spiel, erlaubte Moutier einige Fastbreaks. Die Romands konnten die Führung zwei Minuten vor Schluss bis auf 20 Punkte ausbauen. Liestal blieb nichts anderes übrig, als sich in der Resultatkosmetik zu üben. Die Enttäuschung war den Liestalern nach der Partie deutlich anzusehen. Man wusste um die verpasste Chance. Die Spieler von Marko Simic sind sich bewusst, dass mehr möglich ist und eine Reaktion in der Meisterschaft zwingend folgen muss. Vereinzelt waren zwar gute Ansätze vorhanden, doch die Lethargie muss beim nächsten Ernstkampf auf allen Ebenen gebrochen werden. 


Liestal Basket 44 (2.Liga) - BC Moutier (2.Liga) - 60:81 (30:35)

BVN Cup - 1.Runde
09.11.2017. Sporthalle Frenkenbündten, Liestal.
30 Zuschauer. SR: T.Trümpy, T.Müller
Liestal: Mangold (14), Kaltofen (10), M.Dietrich (7), Tschopp (7), Garratt (5), Hirt (4), Maggi (4), S.Wolf (3), Halili (2), Cadosch (2), J.Dietrich (2); Coach: Marko Simic
Viertelsresultate: 19:21; 11:14; 16:24; 14:22

Bemerkungen: Neuzugänge Nick Hirt (Black Frogs Schieren, LUX), Gavin Garratt (BBC Nyon) erstmals für Liestal Basket 44 im Einsatz. 

 

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