Herren 2.Liga

Herren 2.Liga (20)


Es war eine strenge Woche für das Herren 1 von Liestal Basket 44. Am Mittwoch bezwangen die Herren zuhause den BC Arlesheim 2 mit 69:53. 

Am Freitag-Abend kam es auswärts beim Leader BC Arlesheim 1 zum 2.Liga-Spitzenkampf. In einem hartumkämpften Spiel behielt Liestal bis zuletzt die Nerven und
Routinier Dominik Tschopp verwertete in Einklang mit der Schlusssirene einen unglaublichen Buzzerbeater, der Liestal einen Sieg in Höhe von 45:47 bescherte.
Damit grüsst Liestal mit 6 Siegen aus 7 Spielen von der Tabellenspitze.

In der ersten Hälfte gelang es Liestal an Arlesheim dran zu bleiben. Auf beiden Seiten fielen wenig Punkte. Defensiv war es über die ganze Partei ein konditioneller Abnützungskampf. Liestal machte in der Verteidigung enormen Druck. In der ersten Hälfte stimmte bei Liestal die Mischung in der Offensive überhaupt nicht. Es wurde zu viel das 1-gegen-1-Spiel gesucht und die Wurfauswahl war dürftig. Der Ball wurde zu wenig durch die eigenen Reihen rotiert und es harzte. Die Arlesheimer hatten zwar mit der Defense der Liestaler zu kämpfen, mussten aber defensiv keine anstrengenden Laufwege auf sich nehmen. Offensiv musste bei Liestal einiges umgestellt werden. Die Mannschaft, die an diesem Abend ausnahmsweise von Sportchef Daniel Müri gecoacht wurde (Headcoach Simic war verhindert), zeigte nach der Hälfte ein sensationelles drittes Viertel. Alles was in den ersten beiden Vierteln schief gegangen ist, klappte plötzlich und bei Arlesheim war nun der Wurm drin. Die Equipen präsentierten sich beide wie verwandelt. Liestal konnte endlich befreit aufspielen und in Führung gehen. Dreipunktewürfe landeten im Netz, Fastbreaks konnten souverän abgeschlossen werden und auch die Würfe aus der Mitteldistanz wurden versenkt. Im letzten Viertel agierte Liestal wieder passiver und die Nervosität war spürbar. Arlesheim konnte wieder aufschliessen. Die Gastgeber hätten es bei 45:45 selbst in den Händen gehabt, wurden aber von Liestal gestoppt. 2x wurde Mangold gefoult, der gut abgedeckt wurde. Wie im Timeout besprochen konnte dann beim dritten Einwurf, notabene nur mit 2 Sekunden auf der Spieluhr, der einstudierte Play durchgezogen werden. Jan Dietrich spielte den Ball auf Dominik Tschopp, der einen Screen von Garratt nutzen konnte. Im seitlichen Fallen verwertete Tschopp per Brett den Buzzerbeater. Auf Seiten der Liestaler brachen alle Dämme und die Spieler brachen in grossem Jubel aus (siehe Video). Liestal tritt am nächsten Mittwoch (24.01, ab 20 Uhr) in der Sporthalle Frenkenbündten gegen den BC Pratteln an.

BC Arlesheim 1 - Liestal Basket 44 45:47 (24:19)
(15:12, 9:7, 7:18, 14:10)
19.01.18, Hagenbuchen, Arlesheim
SR: Novakovic, Nzeyimana
Liestal: Mangold (15), Garratt (7), Kaltofen (7), Tschopp (7), Wolf (7), Hirt (4), Cadosch, J.Dietrich, Halili, Weibel, Coach: D.Müri
M.Simic (Weihnachtsessen)
Schlüsselszene: www.lb44.ch/arlesheim_buzzer_tschopp.mov

 

 

 

Mit dem CVJM Riehen gastierte ein unangenehmer Gegner in der heimischen Sporthalle Frenkenbündten. Die Duelle der Vergangenheit waren meist knapp und bis zur Schlusssirene hartumkämpft.
Riehen wollte dieses Spiel unbedingt gewinnen, weil den Basel-Städtern der Saisonauftautakt bisher nicht nach Wunsch gelungen ist. Liestal stellte den Siegeswille ebenfalls in den Vordergrund und die die Truppe um Headcoach Marko Simic wollte den fünften Sieg in Folge feiern.
Aufgrund einer soliden Leistung von Riehen wurde Liestal der angestrebte Erfolg verwehrt. Die Gäste gewannen mit 53:67, mussten im letzten Viertel aber aufgrund eines grandiosen Comebacks der Liestaler nochmals zittern.

Liestal wusste, dass es gegen den CVJM Riehen die Aussenpositionen abdecken musste. Trotz aller Vorwarnungen wurde dies über weite Strecken des Spiels nicht gemacht. Bereits im ersten Viertel konnten die Riehen-Spieler Saif Al-Rubai und Phil von Rohr ihre ersten Duftmarken setzen. Liestal wusste ebenfalls, dass es unter dem Korb etwas physischer als sonst zu- und hergehen würde. Dies war auch zu spüren. Trotzdem gelang es Liestal die wichtigen Rebounds zu sichern. Riehen zog dennoch schleichend davon und konnte immer wieder mit Setplay-Varianten auftrumpfen. Die Liestaler mussten umso wacher verteidigen, weil sie mit sogenannten Backscreens (nicht im Sichtfeld)konfrontiert wurden. Das erste Viertel verlor Liestal mit 14:25, was man mit allen Mitteln hätte verhindern müssen.  Diese Punkte fehlten während der Aufholjagd, die viel später in der Partie erfolgte. Die Punkte, die Riehen in der ersten Hälfte meist noch in extremis (nach Ablauf der Shotclock oder zu Viertelsende) erzielte, taten besonders weh und waren ärgerlich fürs Gemüt. Im zweiten Viertel agierte Liestal mit mehr Selbstvertrauen. Schwung ins Spiel brachte die Einwechslung der beiden Dietrich-Brüder, die mehr Druck in der Defense entwickeln konnten. Riehen musste mehr um ihre Punkte kämpfen und die Liestaler gewannen das Viertel mit 13:12. Marko Simic sprach seinen Mannen in der Hälfte Mut zu und zeigte Wege auf, wie der 10-Punkte-Rückstand wettgemacht werden könnte. Liestal startete motiviert und die ersten zwei Minuten zwangen die Gäste zu einem Timeout. Liestal hätte den Anschluss in dieser Phase realisieren müssen, scheiterte aber sage und schreibe 3x nacheinander an einem einfachen Korbleger. 
Bis zu diesem Zeitpunkt war es allen voran Marco Mangold der als Distanzschütze Liestal im Spiel hielt. Hinzu kamen aber auch gute Auftritte von Nick Hirt und Gavin Garrett, die beide gute Wurfquoten vorweisen konnten. Was im Spiel von Liestal fehlte war aber die letzte Konsequenz unter dem Korb. Kaltofen reboundete hervorragend, was gegen Riehen das A und O ist, aber bei den Abschlüssen haperte es dieses Mal. Kaltofen war trotzdem ein enorm wichtiger Wert im Spiel, das illustriert auch die Statistik.  Aber zurück zum dritten Viertel: Riehen gelang es nach dem Timeout die Partie dank den Punkten von Phil von Rohr wieder zu stabilisieren. Bei 54:37 nach drei gespielten Abschnitten hatte Liestal nichts mehr zu verlieren. Dies unterstrich auch nochmals Cheftrainer Marko Simic. Er forderte noch mehr Aggressivität in der Defense und verlangte mehr Mut im Spiel. Liestal spielte plötzlich wie verwandelt, während Riehen beinahe noch das Heft aus den Händen gab. Der Liestaler Druck führte dazu, dass man ein ums andere Mal auf den Korb stürmen konnte. Der Mix stimmte. Mit schnellen Gegenstössen, aber auch Aktionen aus der Distanz kam man bis auf 4 Punkte wieder ran. Gästetrainer Jonathan Lee musste reagieren und war nicht einverstanden, wie sich seine Mannschaft präsentierte. "Sie pressen seit 20 Minuten!!!", mahnte er seine Spieler. Riehen gelangen im letzten Viertel kaum Punkte, doch es war zu erwarten, dass einer der Routiniers, entweder Saif Al-Rubai oder Phil von Rohr nochmals in Erscheinung treten würden. Im letzten Spiel war es Al-Rubai, in diesem von Rohr der mit zwei Dreiern und 2 Freiwürfen die Partie entschied. Warum der Point-Guard so frei offen gelassen wurde und dies nicht nur in der Schlussphase der Fall war, ist ein Rätsel. Liestal hat für die Aufholjagd viel Lob und Anerkennung verdient, doch die Aussenpositionen wurden über das ganze Spiel hinweg schwach verteidigt. In der Schlussphase hätte man es Riehen defensiv schwieriger machen müssen. Marko Simic forderte dies explizit im Tiemout. Liestal muss künftig auch unter den Brettern offensiv zu alter Stärke zurückfinden. Gäste-Center Michael Frei hatte einen eher ruhigen Abend verbracht und sagte nach dem Spiel "Es war heute unter dem Korb gar nicht so viel los." Die Niederlage bietet allerdings auch Gelegenheit Dinge zu verbessern.
Es ist damit zu rechnen, dass im nächsten Spiel eine klare Reaktion der Liestaler erfolgen wird.      

Liestal Basket 44 - CVJM Riehen Basket 53:67 (37:27)
(14:25, 13:12,10:17, 16:13)
10.01.18. Liestal, Frenkenbündten
Liestal: Mangold (14), Kaltofen (9), Garrett (8), Hirt (7), Wolf (4), Tschopp (4), J.Dietrich (2), Halili (2), Maggi (2), M.Dietrich (1) , Cadosch, Ponxha. 

Die Herren von Liestal Basket 44 dürfen in der 2.Liga ungeschlagen überwintern. Den Liestalern gelangen 4 Siege in 4 Spielen. Gegen den BC Bären Kleinbasel zeigte das Team von Coach Marko Simic in der ersten Hälfte keine gute Leistung. 
Dank einem Steigerungslauf in der zweiten Hälfte gewannen die Oberbaselbieter doch noch mit 77:65 (30:41).

Der Start ins Spiel war verflixt und zwar für beide Equipen. Liestal war bemüht das Tempo von Beginn an zu bestimmen. Es haperte aber mächtig im Abschluss. Mangold scorte mit Drives zum Korb und sorgte für die ersten Liestaler Punkte. Johannes Kaltofen konnte seine Grösse noch nicht ausspielen. Der grossgewachsene, aber dennoch wendige Power-Forward musste heute nicht nur seine eigene, sondern auch die Rolle von Ilir Halili übernehmen, der aus gesundheitlichen Gründen fehlte. Derweil mussten sich die Bären ihre Punkte gleichermassen erzwingen. Mit 14:14 war das Score äusserst nach den ersten 10 Minuten äusserst tief, aber stand sinnbildlich für die beidseits verhaltene Leistung. Im zweiten Viertel agierte Liestal energischer in der Defense. Anfänglich war es noch ausgeglichen, doch nach 3 Minuten erlitten die Liestaler einen Einbruch, der Coach Simic zum Timeout zwang (19:24). Zu viele Unaufmerksamkeiten resultierten in Turnovers. Ein Lichtblick war ein schöner Pick-and-Roll-Play von Hirt auf Dominik Tschopp. Danach lief es bei Liestal plötzlich wieder besser und die Oberbaselbieter kamen bis auf drei Punkte ran. Danach häuften sich wieder die Turnovers und Kantar brachte Kleinbasel wieder mit 6 Punkten in Front. Liestal musste ein nächstes Timeout nehmen (25:31). Bei Liestal fehlte es zu diesem Zeitpunkt an Körpergrösse im Spiel zumal Kaltofen mit drei Fouls früh im zweiten Viertel auf der Bank Platz nehmen musste. Die Bären konnten mit 10 Punkten wegziehen. Ein Dreier von Wolf mit Brett brachte vorübergehend etwas Luft und gute Stimmung. Im letzten Set-Play vor Sirenen-Ertönen verlor Liestal nochmals unnötig einen Ball und Kleinbasel konnte auf den freien Korb stürmen. Die erste Hälfte war schlecht und die letzte Szene sinnbildlich für die gezeigte Leistung. Liestal musste aufwachen und eine Reaktion zeigen. Bereits gegen Arlesheim gelang das Comeback. Es war also noch alles möglich. Und Liestal begann die zweite Hälfte stark . Die Fouls wurden massiv reduziert und Liestal hatte das Momentum auf seiner Seite. Kaltofen konnte eins ums andere mal unter dem Korb abstauben. Maggi gab gute Assists und holte einige Rebounds. Liestal zog ausserdem ein schnelles Transition-Play auf und Marco Mangold kam nun auch zu seinen Punkten.Liestal hätte bis Ende drittes Viertel davonziehen müssen. Doch Muzaffer Kantar heizte seine berühmt-berüchtigten Dreier für die Kleinbasler. So stand es nach dem dritten Viertel 55:56 für die Bären.
Das letzte Viertel entwickelte sich zuerst ausgeglichen. Kantar konnte isoliert werden und Liestal spielte abgeklärter. Bei 5 verbleibenden Minuten stealte Kaltofen den Ball und stopfte das Leader zur 67:62 Führung. Damit wurde ein starkes Zeichen gesetzt und die Bären stoppten das Spiel mit einem Timeout. Liestal spielte munter weiter und konnte einige schöne Fastbreaks zeigen. Mangold und Wolf konnten einige Layups souverän verwerten, während Kaltofen die Bretter kontrollierte. Die Bären versuchten ihre Plays unter dem Korb zu erzwingen, was Liestal nach Rebounds die Optionen auf Gegenstösse ermöglichte. Liestal konnte zusätzlich den konditionellen Vorteil ausspielen und hatte in der zweiten Hälfte dank der hervorragenden Leistung von Kaltofen mehr Variabilität im Spiel. Auch Dominik Tschopp brachte mit seinem souveränen Auftritt Stabilität ins Spiel. Der Sieg in Höhe von 77:65 musste hart erkämpft werden, doch Liestal hatte sich diesen Triumph mit Knochenarbeit abverdient. Liestal darf nun ungeschlagen in die Winterpause. Wir gratulieren den Jungs von Marko Simic zu diesem Erfolg!

Liestal Basket 44 - BC Bären Kleinbasel 77:65 (30:41)
(14:14, 16:27, 25:15, 22:9)
BVN - Herren 2.Liga
20.12.17. - Sporthalle Frenkenbündten, Liestal
SR: Knüsli, Annichiariccho

Liestal: Mangold (16), Kaltofen (15), Tschopp (15), S.Wolf (13), Garratt (10), Hirt (4), Maggi (4), Cadosch, Jöhl, Lt.Ponxha, Weibel, Coach: M.Simic
 

 

Das Fanionteam von Liestal Basket 44 konnte auswärts ein weiteres Ausrufezeichen setzen und gewann mit dezimiertem Kader mit 66:79 (36:26) gegen den BC Arlesheim.
In der emotionalen Schlussphase war viel Zündstoff drin.

Bei Liestal war in der ersten Hälfte der Wurm drin. Es gelang Liestal dieses mal nicht die Setplays souverän runterzuspielen und zu guten Würfen zu kommen. Den Weg unter den Korb fand man dennoch, aber die einfachsten Würfe landeten neben dem Ring. "Wir waren nicht bereit, spielten zu wenig gute Pässe, generierten Turnovers und auch unsere Defense war zu wenig aggressiv", sagte Sven Wolf zur ersten Halbzeit. Coach Simic war nur mit der Geschwindigkeit im Spiel zufrieden. Der Ball wurde permanent vorwärts gepusht. Der konditionelle Faktor spielte mit zunehmender Spieldauer immer wie mehr eine Rolle. Zur Hälfte führte Arlesheim mit 10 Punkten. Liestal konnte in den ersten 20 Minuten die Arbeit nicht dort fortführen, wo man sie in den letzten zwei siegreichen Spielen beendet hatte. Mangold spielte bis zu diesem Zeitpunkt aber ein gutes Match, doch vom ganzen Team musste mehr kommen.  Das dritte Viertel war aus Sicht der Liestaler absolut entscheidend. Man fand zu alter Stärke zurück. Kaltofen, Maggi und Wolf zeigten gute Leistungen
und Liestal kam endlich wieder zu Punkten. 16 Zähler konnten aufgeholt werden, was einiges für den letzten Abschnitt versprach. Mit der Führung im Rücken konnte Mangold seine Mitspieler eins ums andere Mal mit guten Pässen versorgen. In der Schlussphase war es bei Arlesheim Rietmann der die Partie noch nicht aufgeben wollte. Er brachte sein Team immer wieder heran. Nach einem unsportlichen Foul auf Seiten von Arlesheim mussten gleich zwei gegnerische Spieler vom Feld. Die Arlesheimer haderten in der Schlussphase mit dem Schiedsrichter und als das Spiel gelaufen war, kam noch eine Disqualifikation dazu. Liestal hat nach einem Fehlstart einen ruhigen Kopf bewahrt und agierte in den letzten 5 Minuten souverän. Praktisch alle Freiwürfe konnten in der heiklen Phase verwertet werden, wodurch Arlesheim ein Comeback verwehrt wurde.  "Wir sind auf dem richtigen Weg und die Entwicklung ist positiv", sagte Simic nach dem Spiel und ergänzte "Selbst mit kleinerem Kader gelang uns auswärts ein wichtiger, hart umkämpfter Sieg". Vor den Festtagen spielt Liestal am Mittwoch, 20.Dezember (20:00 Uhr, Frenke) zuhause gegen den BC Bären Kleinbasel.
Wer sich im 2017 noch eine Partie ansehen möchte, dem sei auch dieses Spiel wärmstens empfohlen!  

BC Arlesheim - Liestal Basket 44. 66:79 (36:26)
(16:12, 20:14, 9:25, 11:28)
BVN - Herren 2.Liga
13.12.17.Hagenbuchen, Arlesheim, SR: Trümpy, M.Donati
Liestal: Kaltofen (21), Mangold (19), S.Wolf (15), Hirt (10), Garratt (4), Halili (4), Maggi (4), Jöhl (2), Cadosch. Coach: Marko Simic
Bemerkungen: Liestal ohne M.Dietrich, J.Dietrich und Tschopp. Arlesheim mit 2 unsportlichen Fouls, 3 technischen Fouls sowie einer Disqualifikation.

Der amtierende Regionmeister BC Allschwil erlitt gegen Liestal Basket 44 wortwörtlich Schiffbruch und haderte über weite Strecken mit dem Schicksal.
Liestal Basket 44 gewinnt dank Teamgeist, Variabilität, und jugendlicher Frische mit 93:70.

Das erste Saisonspiel gewann Liestal zuhause gegen Jura Basket, ein Team welches bereits einige Punkte in der Tabelle gesammelt hatte. In diese Kategorie fällt auch der BC Allschwil, umso fleissiger bereitete sich Headcoach Simic mit seinen Spielern auf diese Partie vor. Wie so oft im Leben kommt es dann irgendwie doch ganz anders, als man denkt. Einige Spieler mussten wegen der Entgleisung am Bahnhof SBB Umwege in Kauf nehmen, um rechtzeitig anreisen zu können. Trotz ÖV-Erschwernissen waren alle pünktlich in der Halle. Liestal erwischte den besseren Start als Allschwil. Johannes Kaltofen legte wie die Feuerwehr los und Sven Wolf sekundierte seine Leistung von aussen mit guten Distanzwürfen. Nur ein paar Turnovers trübten das Spiel in der Anfangsphase. Liestal spielte selbstsicher weiter und Allschwil haderte gegen Ende des ersten Viertels mit sich selbst. Die "Schwellheimer" waren gezwungen 40 Sekunden vor Viertelsende gar mit einem Timeout zu reagieren. Die 44er starteten auch gut ins zweite Viertel und der Vorsprung konnte auf 10 Punkte ausgebaut werden. Allschwil versuchte in dieser Phase etwas Ruhe ins Spiel zu bringen und konnte mit dem einen oder anderen Pivot unter dem Korb reüssieren. Auf Seiten der Liestaler brillierte Dominik Tschopp mit guter Defense und brachte den Ball eins ums andere mal umsichtig nach vorne. Auch Mangold wurde seinem Ruf gerecht und versenkte seinen zweiten Dreier. Der Nuglarer mit 1.Liga, NLB- und NLA-Erfahrung lief langsam aber sicher heiss. Derweil suchten die "alten Hasen" von Allschwil konsequent das Inside-Play - verlernt haben sie dieses Talent nicht. Zu viele Durchstecker, Spaziergänge und Abroller zum Korb musste Liestal den Allschwil-Expats zugestehen. Liestal versuchte sein Glück weiterhin von aussen, was nicht gelang und deswegen wurde taktisch fliessend umgestellt. Dea Cadosch mit einem Tipin und Garrett mit einem Segler durch die Zone erhöhten das Liestaler Score um weitere 4 Punkte. Allschwil musste erneut per Timeout reagieren und die Taktik anpassen. Liestal machte sich keinen Gefallen und schickte die Allschwiler wiederholt an die Linie wegen der Teamfoul-Limite. Kurz vor der Hälfte haderte Allschwil wieder mit dem Schiedsrichter und Liestal durfte wegen einem persönlichen Foul und einem "Technischen" gleich 4x an die Linie. Drei von vier Würfen landeten souverän im Korb. Danach kam es zu einer spannenden Schlusssequenz. Liestal durfte von der Seitenlinie einwerfen. Ein abgefälschter Pass landete mit Glück doch noch irgendwie auf Biegen und Brechen im Corner, und Sven Wolf liess sich nicht zwei mal bitten. Der Sissacher versenkte die Kugel per Swish im Netz. Die Folge davon: Viel Jubel und Geschrei auf der Liestaler Bank. Die erste Hälfte war für Liestal ein voller Erfolg, doch konnten die Oberbaselbieter dort anschliessen, wo sie aufgehört hatten? Ja, sie konnten und zeigten sich von aussen weiterhin stark. Simic forderte mehr Aggressivität im Spiel und auch diese Devise wurde umgesetzt. Dies äusserte sich allerdings auch in zu vielen Fouls am Anfang des dritten Viertels. Liestal gelang es die Allschwiler bei ca. 15 Punkten Vorsprung auf Distanz zu halten. Im Vergleich zum Vorjahr profitierte Liestal vor allem von der Grösse Halili's und Kaltofen's. Die beiden Big-Guys konnten wichtige Rebounds gegen die kräftigen Allschwiler sichern. 2 Minuten vor Schluss kam bei Liestal nochmals unnötige Hektik ins Spiel. Die Turnovers häuften sich und Simic mahnte seine Spieler einen kühlen Kopf zu bewahren. Übers ganze Spiel gesehen, war es die einzig schwache Phase der Liestaler. Der zwischenzeitliche Vorsprung von 18 Punkten schrumpf auf 12 Zähler. Marco Mangold erlöste die Liestaler mit einem And-1-Play im richtigen Moment.
Das mehr als deutliche Foul wurde wieder von den Allschwilern kommentiert, die auch in den Viertelspausen gezielt das Gespräch mit den Schiedsrichtern suchten.  An diesem Abend wollte der BC Allschwil aber noch nicht die weisse Flagge schwenken und sagte sich zweckoptimistisch "Let's have fun!". Liestal vermisste in dieser Phase die stoische Ruhe, die das Spiel der 44er über 3 Viertel hinweg auszeichnete. War dies ein Ausdruck von Lampenfieber? Das Inside-Play musste mehr Punkte abwerfen. Halili war sich seiner Rolle bewusst und scorte unter dem Korb, während Wolf von aussen draufpackte. Ein weiterer Fastbreak mit Abschluss durch Hirt liess das Score innert Kürze auf 20+ für Liestal hochschnellen. Die konsternierten Allschwiler wurden plötzlich ruhiger und lauschten Coach JP, der seine Jungs nochmals versuchte aufzurappeln. Das half nichts mehr, weil Point-Guard Sven Wolf (31 Punkte) völlig entfesselt aufspielte und mit seinen Dreiern das Schicksal der Schwellheimer besiegelte. Simic verzichtete im letzten Viertel komplett auf seinen Big-Guy Johannes Kaltofen, der eine sensationelle erste Hälfte spielte. Junior Kumbert Jöhl wärmte sich an der Seitenlinie ein und es war klar, dass auch er noch reinkommen würde. Weil es wieterhin am Schnürchen lief, kam neben Jöhl auch noch Junior Ponxha zum Einsatz. David Widmer lief sich auch schon mal ein. Die Rochaden im Spiel sorgten vorübergehend für ein paar Unsicherheiten in der Defense, was Allschwil dank Einzelaktionen nutzen konnte.  Eine tolle Ballstaffete der Liestaler war sinnbildlich für den Abend. David Widmer erhielt den Ball ungedeckt unter dem Korb und konnte das Leder nur noch reinlegen. Widmer scorte 6 Punkte in der Schlussphase und sorgte mit seiner schnörkellosen Effizienz für ausgelassene Stimmung. In der sogennanten "Garabage-Time" kassierte Allschwil noch das fünfte Technische Foul.  Allen in allem war es eine grandiose Teamleistung von Liestal Basket 44 mit tollen Einlagen auf den Innen- und Aussenpositionen. Sven Wolf's 6 Dreipunktewürfe seien auch nochmals erwähnt. Jugendliche Frische hat sich an diesem Abend gegen Jahre lange Erfahrung durchgesetzt. Die Liestaler waren agiler und fokussierter. Die Jungs von Marko Simic kommen immer wie mehr in Fahrt und gewinnen gegen Allschwil verdient mit 93:70.
 
Liestal Basket 44 - BC Allschwil 93:70 (41:29)
18:12, 23:17, 23:20, 29:21
BVN - Herren 2.Liga
29.11.17. Sporthalle Frenkenbündten, Liestal
25 Zuschauer. SR: Knüsli, Zeybek
Liestal: S.Wolf (31!), Kaltofen (14), Mangold (14), Garratt (7), Hirt (6), Widmer (6), Halili (4), Maggi (4), Tschopp (4), Cadosch (2), Lt.Ponxha (1), Jöhl. Abwesend: M.Dietrich, J.Dietrich.
Bemerkungen: Liestal mit 9 Dreiern, davon 6 Dreier von S.Wolf; Allschwil mit 5 technischen Fouls
 
Die Herren gewinnen das erste offizielle Meisterschaftsspiel. Nach einem sensationellen Start mussten sie zum Schluss nochmals unnötig zittern. Den Sieg liess sich Liestal Basket 44 aber nicht mehr nehmen und gewann gegen Jura Basket mit 73:62. 
 
Liestal startete im Vergleich zum Cup-Spiel gegen Moutier mit der richtigen Einstellung ins Spiel. Center Johannes Kaltofen verwertete eine Schwette an Korblegern und hatte die Bretter bestens im Griff. Es war auch mehr Variabilität im Spiel der Liestaler. Sven Wolf traf 2 Dreier von aussen und führte im Aufbau umsichtig Regie. Im letzten Spiel war ihm der Start misslungen und er konnte sich rehabilitieren. Wie auch Kaltofen hatte auch Halili unter dem Korb seine Momente und konnte punkten. Jura Basket hatte Mühe und wurde überrannt, konnte aber trotzdem an den Liestalern dranbleiben, weil sie  von aussen ihre Würfe versenkten. Liestal hätte aggressiver die Dreierlinie verteidigen müssen. Nach 10 Minuten stand es 25:19 für Liestal nur die beiden Fouls von Garratt bereiteten Headcoach Marko Simic Sorgen. Im zweiten Viertel konnte Liestal nahtlos an die Leistung anschliessen. Die Transition von der Defensive in die Offensive klappte hervorragend. Der Ball wurde schnell übers Feld nach vorne gebracht und vorne gut auf die Positionen verteilt. Dadurch kamen viele Spieler auf Seiten von Liestal zum Punkten, darunter waren auch gute Einlagen von Dario Maggi und Dea Cadosch. Auch der Grössenunterschied zu Gunsten der Liestaler kam zum Tragen und die Oberbaselbieter konnten sich bis zur Hälfte mit 18 Punkten absetzen. Doch die Jurassier waren noch nicht bereit die Partie aufzugeben. Sie versuchten es weiter von aussen und waren erfolgreich. Berret traf für Jura Basket seinen dritten, freien Dreipunktewurf. Unkonzentriertheiten mischten sich anfänglich der zweiten Hälfte ins Spiel der Liestaler und Garratt musste schon nach 2 Minuten mit 4 Fouls ausgewechselt werden. Liestal konnte sich allerdings fangen und liess den Ball rotieren. Die Mischung aus Aktionen aus der Distanz, gepaart mit Szenen unter dem Korb, konnten sich sehen lassen. Jura Basket kam zwischenzeitlich bis auf 12 Punkte ran, verlor aber die aufgeholten Punkte in der Folge wieder. Die Jurassier sammelten ihre Kräfte im Timeout, doch auch das nützte nichts. Die Verteidigung der Jurassier ermöglichte Liestal ein Schalten und Walten nach Belieben. Dies nutzte auch Dea Cadosch der im dritten Viertel eine hervorragende Leistung zeigte und seine Würfe mit hoher Quote verwertete.  Das gute Spiel der Liestaler sorgte auf der eigenen Bank für ausgefallene Stimmung und Coach Simic war dank dem einen oder anderen Spruch die Lacher sicher. Wegen dem schlechten Start war das dritte Viertel punktemässig etwa ausgeglichen, doch am Ende war das Momentum auf Seiten der Liestaler. Die nennenswerteste Szene auf Seiten der Jurassier kam ganz am Ende des dritten Viertels, als Grédy einen Buzzerbeater-Floater von weit hinter der Dreierlinie versenkte. War das Spiel bereits gelaufen, oder hatten die Jurassier noch was auf Lager? Im Schlussviertel litt die Konzentration der Liestaler erheblich und es häuften sich die Turnovers. Garratt agierte leider auch im zweiten Spiel etwas unglücklich und sucht noch immer seine Form. Nach einem Gegenstoss war Coach Simic zum Timeout gezwungen und die Freude war verflogen. Es galt die Partie über die Runden zu schaukeln. Der Jurassier Grédy übernahm Verantwortung und lief plötzlich zur Topform auf.  Fast eigenhändig brachte er Jura wieder bis auf 12 Punkte ran. Auf der Liestaler Bank war mittlerweile wieder Ruhe eingekehrt und die Spieler wurden nervös. Simic reagierte und brachte Point-Guard Sven Wolf ins Spiel, der bisher eine gute Partie ablieferte. Bei der Zwei-Minuten-Marke war Jura nur noch 9 Punkte weg. Und dann doch noch die Erlösung für Garratt, der versuchte Ruhe ins Spiel zu bringen und aus dem Nichts Inside punktete. Es war einer der wichtigsten Zähler für Liestal an diesem Abend. Ex-NLA-Boncourt Coach Petitjean liess bei Jura sein Talent nochmals aufblitzen und brachte seine Jungs mit einem Layup und Dreier auf 8 Punkte heran. Sven Wolf wurde das Treiben langsam genug und machte den Sack seinerseits mit einem Drieier (genannt Dagger, engl.Dolchstoss) zu. Liestal gewann verdient mit 73:62 gegen Jura Basket, hätte sich in der Schlussphase aber abgeklärter verhalten müssen. Der Sieg konnte über die Runden geschaukelt werden. In kritischen Momenten müssen mehr Spieler künftig Verantwortung übernehmen.
 
Liestal Basket 44 - Jura Basket 73:62 (46:28)
BVN Herren 2.Liga
22.11.17. Sporthalle Frenkenbündten, Liestal. SR: Knüsli, Annicchiarico
Liestal: Kaltofen (23), S.Wolf (14), Halili (8), J.Dietrich (7), Maggi (7), Garratt (6), Cadosch (6), Hirt (2), Widmer, Lt. Ponxha, Coach: Marko Simic. abwesend: M.Dietrich, Mangold, Tschopp
Viertelsresultate: 25:19, 21:9, 16:17, 11:17
Bemerkungen: Lt.Ponxha als U20-Spieler im Aufgebot

Das Herren 1 von Liestal Basket 44 rechnete sich diese Saison im BVN Cup Chancen aus, musste sich in der ersten Runde gegen den 2.Liga-Neuling BC Moutier aber bereits mit 60:81 geschlagen geben. Die Oberbaselbieter waren über weite Strecken bemüht Gegenwehr zu leisten, agierten aber in Anbetracht der Affiche viel zu lethargisch.  

Die Nervosität war den Liestalern bei der Premiere auf dem neuen Frenke-Court anzumerken. Moutier, das nur mit 7 Mann antrat, ging es nicht besser und die ersten Spielminuten verliefen auf beiden Seiten hektisch. Die Gastgeber hätten gleich mit mehreren Zählern in Führung gehen können, scheiterten aber an den vermeintlich einfachen «Dingern». In der Verteidigung war LB44 bemüht Druck zu machen, agierte aber oft unglücklich und erreichte bereits nach 2 Minuten die Teamfoul-Grenze. Erst die Einwechslung von Point-Guard Marco Mangold brachte eine gewisse Ruhe und Stabilität ins Spiel. Der Distanzschütze übernahm Verantwortung und versenkte gleich 2 Dreier im Netz. Liestal konnte punktemässig aufschliessen.

Auch das zweite Viertel verlief ausgeglichen, doch bei Moutier gab es eine Konstante im Spiel. Die Romands lauerten auf die Gegenstösse und konnten oft ohne grosse Gegenwehr bis zum Korb «durchspazieren». Dieses Bild veränderte sich über die ganzen 40 Minuten nicht wesentlich. Die Liestaler zirkulierten den Ball zwar gut in ihren Reihen, zeigten aber zu wenig Eigeninitiative. Mehrmals wurde aufgrund der ablaufenden 24-Sekunden-Uhr ein unkontrollierter Wurf in Richtung Korb abgefeuert. Routinier Dominik Tschopp erlöste die Liestaler schliesslich mit einem wichtigen Swish in extremis. Grund für die Isolation im zweiten Viertel war die fehlende Variabilität im Spiel. Das Inside-Play hätte mehr Entlastung bringen müssen.  Mit 30:35 führte Moutier zur Halbzeit.  Leider wurde auch der Start ins dritte Viertel verschlafen. Moutier konnte umgehend nach Anpfiff mit 10 Punkten in Front gehen. Center Johannes Kaltofen musste schon bald mit 4 Fouls vom Feld genommen werden, was die Optionen von Coach Marko Simic unter dem Korb limitierten. Die Vorzeichen standen schlecht und Moutier konnte ihre Einzelaktionen zum Korb ungehindert fortführen. Dank guten Einlagen von Dario Maggi und Marco Mangold konnte Liestal das Spiel nach dem Start-Schock wieder stabilisieren. Das Timeout beim Stand von 41:51 sollte die Wende bringen.   Die Frage, ob Moutier mit 7 Mann die Kräfte reichen würden, stand auch noch in Raum. Liestal zeigte nach dem Timeout mehr Einsatz in der Defense und machte die Räume enger. Die Emotionen waren wieder im Spiel und auch das Publikum liess sich erstmals hören. Doch die permanenten Spielunterbrüche schadeten dem Momentum. Wie einfach es eigentlich hätte gehen können, zeigte ein genialer Play zwischen Dominik Tschopp und Dea Cadosch. Ein Dribbling, ein Shot-Fake, ein eleganter Durchstecker und der souveräne Lay-in von Dea Cadosch - einfacher Basketball aus dem Lehrbuch.  Ein exzellentes letztes Viertel musste her, denn Moutier führte bereits mit 13 Punkten. Zwischendurch flammten die Emotionen auf Seiten der Oberbaselbieter nochmals auf, aber unter dem Strich blieb es leider nur bei einem dezenten Flämmchen. Es fehlte der Wille, der Biss, die letzte Konsequenz und oftmals auch der Mut. Diese Ingredienzen gehören bei einem richtigen Cup-Fight dazu. Von aussen betrachtet, glich die Partie aber eher einem Trainingsspiel als einem Ernstkampf. In der Schlussphase versuchte es Liestal vermehrt mit Einzelaktionen und siehe da, plözlich standen die Liestaler ganz alleine unter dem Korb, verlegten aber oft unglücklich. Die fehlende defensive Absicherung aufgrund von mehr Risiko im Spiel, erlaubte Moutier einige Fastbreaks. Die Romands konnten die Führung zwei Minuten vor Schluss bis auf 20 Punkte ausbauen. Liestal blieb nichts anderes übrig, als sich in der Resultatkosmetik zu üben. Die Enttäuschung war den Liestalern nach der Partie deutlich anzusehen. Man wusste um die verpasste Chance. Die Spieler von Marko Simic sind sich bewusst, dass mehr möglich ist und eine Reaktion in der Meisterschaft zwingend folgen muss. Vereinzelt waren zwar gute Ansätze vorhanden, doch die Lethargie muss beim nächsten Ernstkampf auf allen Ebenen gebrochen werden. 


Liestal Basket 44 (2.Liga) - BC Moutier (2.Liga) - 60:81 (30:35)

BVN Cup - 1.Runde
09.11.2017. Sporthalle Frenkenbündten, Liestal.
30 Zuschauer. SR: T.Trümpy, T.Müller
Liestal: Mangold (14), Kaltofen (10), M.Dietrich (7), Tschopp (7), Garratt (5), Hirt (4), Maggi (4), S.Wolf (3), Halili (2), Cadosch (2), J.Dietrich (2); Coach: Marko Simic
Viertelsresultate: 19:21; 11:14; 16:24; 14:22

Bemerkungen: Neuzugänge Nick Hirt (Black Frogs Schieren, LUX), Gavin Garratt (BBC Nyon) erstmals für Liestal Basket 44 im Einsatz. 

 

Nach dem fulminanten Saisonauftakt der Damenteams rückt der Fokus nächste Woche auf den Herren-Basketball. Gleich drei Heimspiele wird Liestal Basket 44 in der Frenkenbündten im BVN-Cup austragen.

Am Montag spielt die Herren 3.Liga Equipe von Peter Küng gegen den TV Grenzach (3.Liga). Am Dienstag sind die Herren 5.Liga um Headcoach Bashkim Ponxha an der Reihe. Auf dem Programm steht die Begegnung gegen den BC Pratteln 2 aus der 4.Liga. Am Mittwoch kommt es dann zur mit Spannung erwarteten Feuerprobe für das Herren 1 angeführt von Cheftrainer Marko Simic. Das Frenke-Court wird eingeweiht mit dem brisanten Cup-Match gegen den Aufsteiger BC Moutier (2.Liga). Die Liestaler Damen (2.Liga) müssen erst am 2.Dezember ran und zwar auswärts gegen den CVJM Riehen. 

Bei so vielen Cup-Spielen ist es nicht einfach den Überblick zu behalten. Der BVN-Cup ist nicht zu verwechseln mit dem Schweizer Cup, wo die Damen sich leider im Achtelfinale gegen Bellinzona (NLA) geschlagen geben mussten.  Im BVN-Cup spielen alle Regio-Teams aus der Nordwestschweiz im KO-System gegeneinander.

Dann gibt es noch einen dritten Cup-Wettbewerb, der für Liestal Basket 44 von Interesse ist und zwar ist das der Probasket-Cup (genannt Probasket Classics). Das ist der Cup, welcher alle Vereine, die im Nordostschweizerischen Verband (Probasket) mitspielen, in einem Wettkampf vereint. Weil die Damen 1.Liga diese Saison im Probasket-Verband mitspielen, sind sie diese Saison bei den Probasket Classics auch im Einsatz. In der ersten Runde zog Liestal ein Freilos und ist deshalb bereits fürs Achtelfinale vorqualifiziert.

BVN CUP Herren:

Liestal Basket 44 (3.Liga) - TV Grenzach (4.Liga)
Mo, 6.11.17, 20:00
Frenkenbündten

Liestal Basket 44 (5.Liga) - BC Pratteln (4.Liga)
Di, 7.11.17. 20:00
Frenkenbündten

Liestal Basket 44 (2.Liga) - BC Moutier (2.Liga)
Mi, 8.11.17, 20:00
Frenkenbündten

 

 

 

Marko Simic ist seit dieser Saison wieder bei Liestal Basket 44 tätig und trainiert die erste Mannschaft der Herren. Seine Handschrift ist bereits zu erkennen. In Deutschland feierte er grosse Erfolge in der Bundesliga. Im heutigen Interview geht es um seine Rückkehr nach Liestal und was er bei seinem Heimverein erreichen möchte.
 
Was hat dich dazu bewogen nach Liestal zurückzukehren?
In erster Linie wollte ich wieder etwas regionales machen. Ich bin auch eine Person, die regional verankert ist und Liestal ist mein Heimatverein. Hier habe ich als Junior gespielt und meine Trainerkarriere gestartet. Dementsprechend habe ich natürlich eine starke Bindung an den Verein. Ich sehe in Liestal grosses Potenzial, das noch nicht ausgeschöpft ist. Wir haben hier sowohl Männer- als auch Frauenpower, sprich ein gutes Staff um den nächsten Schritt machen zu können.
 
Du warst bei Liestal Junior. Wie hast du diese Zeit in Erinnerung?
Diese Zeit habe ich noch sehr gut in Erinnerung. Es war vor allem eine sehr emotionale Zeit. Wir spielten damals so ziemlich in jeder Kategorie Inter. Die ältere Generation qualifizierte sich gar fürs Schweizerische Final 4.  Von daher hatte man als jüngerer Spieler auch Vorbilder im Programm und man wollte ebenfalls Inter spielen. Das war wie ein Zugpferd. Als jüngere Generation haben wir ebenfalls im Inter gespielt und haben selbst mit dünnerem Kader nicht mal so schlecht abgeschnitten. Ohne Frage eine Zeit die schöne Erinnerungen weckt.
 
Was möchtest du den Jugendlichen auf den Weg mitgeben?
Es muss Jugendlichen in erster Linie Spass machen. Das steht an vorderster Stelle. Jugendliche müssen sich aber schon früh mit der Frage befassen, ob sie leistungsorientiert Spielen möchten oder nur "Just for Fun". Ich persönlich bin der Meinung, dass Liestal eine ganz besondere Mischung bietet. Wir können Basketball-Spielenden leistungsorientierte Angebote anbieten. Spieler, die nur zum Spass dabei sein wollen, sind bei uns aber auch jederzeit herzlich willkommen. Wir decken alle Bedürfnisse ab. 
 
Wie funktioniert die Anbindung der Junioren ans Herren 1?
Wir haben mittlerweile einige U20 Junioren, die bei uns mittrainieren. Das ist natürlich die erste Grundvoraussetzung für eine gute Anbindung. Es braucht dazu eine sehr gute Betreuung der Junioren, damit ihnen der Schritt möglichst einfach gemacht wird. Der Sprung in den Herren-Basketball ist kein einfacher. Junge Spieler müssen aber auch die Gelegenheit erhalten möglichst viel zu spielen - wenn es geht auch auf höherem Niveau. Das war damals bei mir auch so, als wir bei den Herren im Inter als Junioren dabei sein durften. Aus meiner Sicht steht den Jugendlichen nichts im Weg, dass Sie eines Tages in der Herrenmannschaft spielen können. 
 
Wo siehst du bei Liestal noch Potenzial?
Im Moment haben wir einen grossen Zulauf im Herren-Basketball. Das ist sehr erfreulich. Auch heute ist die Halle wieder gut gefüllt, obwohl wir ein paar Absagen fürs Training in Kauf nehmen mussten. Es werden noch weitere Spieler dazustossen. Uns freut jeder Spieler, der bei Liestal mit Basketball anfangen möchte. Das zeigt mir, dass die Spieler ans Programm glauben. Das ist eine wichtige Grundvoraussetzung für einen sportlichen Aufstieg. Ob dies bereits diese Saison klappen wird, oder erst in Zukunft sei mal dahin gestellt. Absolute Hauptpriorität hat unser Jugendprogramm. Jeder ist sich bewusst, dass alles im Verein an einem soliden Fundament "steht oder fällt". Wir wollen den Basketball promoten, die Sportart beliebter machen und Kinder davon überzeugen. Es ist kein Geheimnis, dass Qualität aus Quantität generiert wird. Bei Liestal Basket 44 wird akribisch an einem neuen Jugendkonzept gearbeitet. 
 
Wer hat dich als Basketballer am meisten inspiriert und warum?
Das war während der 90er Jahren. Man erinnert sich an einen Michael Jordan und das Dream-Team. Jordan war der beste Spieler und aus meiner Sicht der Beste, den es je gab. Auch ein Magic Johnson begeisterte mich. Die serbische Nationalmannschaft begeisterte mich ebenfalls. Sie spielten mit Dejan Bodiroga und waren eine starke Kraft im Basketball. 
 
und bei den Coaches?
Das ist für mich ganz klar Zeljko Obradovic, ein Landsmann von mir, der bei Fenerbahce Istanbul coacht. Er hat mittlerweile 9-EuroLeague-Titel gewonnen und gilt als erfolgreichster Trainer in Europa. 
 
Was braucht es um Basketball in der Schweiz weiterzubringen? Was können wir regional machen?
Der Basketball muss noch besser vermarktet werden, damit so viele Jugendliche wir nur möglich sich dem Sport anschliessen. Wir müssen im Vergleich zu anderen Sportarten einfach unsere Hausaufgaben machen. 
 
Wie gestaltet sich der Trainingsbetrieb bei LB44 und auf was wird der Fokus gelegt?
Der Hauptfokus liegt momentan bei der Technik. Das gefällt den Spielern sehr gut, weil sie in jedem Training etwas neues dazulernen. Wir rennen nicht nur Konterangriffe und spielen Setplays. Die Übungsintensität ist momentan sehr hoch, damit alle konditionell gefordert sind, was gut ankommt.
 
Wohin sollte sich die Herrenbewegung in Liestal bewegen?
Die Marschrichtung sollte mittelfristig ein Aufstieg sein. Der Gewinn der Meisterschaft muss ein Ziel sein. Wir machen uns momentan aber nicht zu viel Gedanken darüber. Es geht darum sich "Step by Step" heranzutasten. Wir wollen das Aushängeschild im Oberbaselbiet sein mit starkem Jugendprogramm als Unterbau. 

Was kann LB44 tun um mehr Staff zu generieren? 
Wir dürfen uns nicht nur in einen leistungsorientierten Verein kategorisieren. Es geht darum eine gesunde Entwicklung anzustreben. Alle sind herzlich willkommen bei Liestal Basket 44. Sowohl Spieler, die leistungsorientiert arbeiten möchten, aber auch jene bei denen der Spassfaktor im Vordergrund steht. Oft ist es so, dass gerade Spieler, die nicht unbedingt an der Spitze dabei sein wollen, wichtige Funktionen im Verein übernehmen sei es als Schiedsrichter oder Trainer. Diese Menschen lieben den Basketball und sind wichtig. Wir sollten nichts überstürzen und alle einbinden. Ich sage immer: "Alles kommt zu seiner Zeit."
 
Was interessiert dich neben dem Basketball?
Ich trainiere auch und gehe joggen. Neben dem Sport verbringe ich in der Freizeit viel Zeit mit meiner Freundin. Ansonsten ist sehr viel Basketball angesagt. Immerhin ist es eine Sportart, die man 24 Stunden pro Tag lebt... (lacht)
 
Eine etwas kritischere Frage zum Schluss: Im Basketball stossen Spieler, Trainer und Vereinsverantwortliche immer wieder an Grenzen. Es kommt zu Burnouts oder es ereignen sich gar schlimmere Fälle. Was kann man dagegen tun?
Als Trainer muss ich frühzeitig erkennen, wieviel die Spieler leisten können. Die Trainingsdosierung muss stimmen. Trainer müssen ausgeglichen sein im Leben, damit sie die Spieler auch nicht überstrapazieren. Am Ende des Tages ist es meine Aufgabe dafür zu sorgen, dass ein Spieler nicht verheizt wird. Der Ausgleich zwischen Schule, Beruf Ausbildung, Training und Privatleben ist wichtig. Die Work-Life-Balance muss stimmen. 
 
Das gilt aber auch für den Trainer selbst?
Das zählt auch für mich als Trainer. 
Wobei ich sagen muss, dass mein Pensum als Coach noch nicht so gross ist, dass ich mir Sorgen machen müsste. (lacht)
Bei zwei Trainings in der Woche verheize ich mich noch nicht selbst. 
Liestal Basket 44 suchte über die Sommerferien nach einem neuen Headcoach für die erste Herren-Mannschaft. Der 30-jährige Marko Simic mit Liestaler Wurzeln kehrt als Trainer zurück in die Baselbieter Hauptstadt.
 
Nach einer Profikarriere in Deutschland und einem Zwischenhalt bei den Starwings war Simic zuletzt  in der Region als Jugendtrainer tätig. 
In Liestal spielte er bei den Junioren U15, U17 und U20 über mehrere Jahre Basketball und schlug danach eine internationale Profikarriere als Trainer ein. In Deutschland gilt er noch heute als der jüngste Bundesliga-Trainer der Geschichte (damals 20 Jahre alt).
In der 2.Bundesliga war er ab 2008 als Headcoach tätig bei Landshut, Osnabrück, Heidelberg und Gotha. 2011/2012 gewann er mit Gotha den Meistertitel und wurde zum Trainer des Jahres gewählt. Simic ist seit 3 Jahren beruflich in der Region Basel tätig und möchte die Liestaler Herrenbewegung einen Schritt vorwärts bringen.
"Liestal hat grosses Potenzial und motivierte Leute, die mitarbeiten. Ich war auf der Suche nach einem ambitionierten Umfeld und habe dieses in Liestal gefunden", sagt Simic.
Marko Simic betreute im Ausland in seiner Karriere mehrere Jugendspieler, die den Sprung in die Deutsche Nationalmannschaft schafften (Paul Zipser, Bastian Doreth, Johannes Thiemann, Danilo Barthel, Konstantin Klein). Die individuelle Betreuung und Ausbildung von Spielern ist Simic ein wichtiges Anliegen. "In Liestal werde ich auch Teil des Jugendförderprogramms sein und freue mich auf die Zusammenarbeit mit den Jugend-Talenten", ergänzt Simic.
 
 
2014/2015 - U20 Schweizer Nationaltrainer
2013/2014 - U20 Schweizer Nationaltrainer
2013/2014 - NLA Starwings
2012/2013 - 2.Bundesliga Gotha Rockets
2011/2012 - 2.Bundesliga Gotha Rockets
2011/2012 - 2.Bundesliga USC Heidelberg
2010/2011 - 2.Bundesliga Giro Live Ballers Osnabrück
2009/2010 - 2.Bundesliga Giro Live Ballers Osnabrück
2008/2009 - 2.Bundesliga TG Renesas Landshut
2001-2008 - Liestal Basket 44 (Spieler und Jugendtrainer)
 
Titel:
2011/2012 - 2.Bundesliga Gotha Rockets - Pro B
2008/2009 - U20 Landshut - Bayerischer Meister (BBV)
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